Dienstag
20. November 2018
Missionsarbeitsverein
20:00

 

Pfarrers  Gedanken

Auf der Kanzel unserer Kirche steht eine Sanduhr. Sie wurde installiert, damit die Gottesdienste nicht allzu lange dauern und zwar kurz nach der Reformationszeit. Befreit aus diversen Zwängen wollten die Menschen von damals ihre Freiheit auch dadurch zum Ausdruck bringen, dass sie der Zeit, die sie mit Gott und mit der Religion verbrachten ganz klare Grenzen setzten.

Die Zeiten ändern sich, aber eins bleibt bei aller Veränderungen gleich: Das Bestreben von uns Menschen, die Zeit sinnvoll zu nutzen. Sinnvoll ist für uns die Zeit, die wir so nützen, wie wir uns dies vorstellen. Dass dies manchmal nicht so ist, ärgert uns. Wir nähern uns der Adventszeit und überall prangen schon diverse Zeichen der Erinnerung, die uns die dahinschleichende oder dahinrennende Zeit in Erinnerung rufen wollen. So und so viele Tage bis Weihnachten und schon geht das Jahr zu Ende. Eigentlich war diese Zeit der Erwartung ursprünglich mit der Vorstellung verknüpft, im Advent warten wir auf Gott, der zu uns kommt und deshalb sollten wir Ruhe finden, auf uns selber achten und die innere Stimme der Seele zu Wort kommen lassen. Stattdessen haben wir allerlei Aktivitäten in diese Zeiten hineingestopft. Als ob dies das wichtigste wäre. Es sollen Erlebnisse angeboten werden lautet die Forderung von der modernen Welt. Und in der Tat, wir können vieles erleben. In der Adventszeit bereichern viele tolle Momente und bunte Erlebnisse unseren Alltag. All das soll uns dazu verhelfen, sich angemessen auf die Weihnachtszeit vorzubereiten. Doch, in all dem Trubel, der Vorbereitung und dem Stress geht die Ru-he verloren. Die Ruhe, die die langsam dahingleiten-den Sandkörner von der Sanduhr darstellen könnten. Die Zeit schleicht dahin und es ist nicht einerlei, wo-mit wir diese Zeit ausfüllen.

Es täte vielleicht gut, sich an das zu besinnen, was Wesentlich ist. Alles hat seine Zeit unter der Sonne heisst es in der Bibel. Warum wollen wir gerade die Zeit mit Gott in unserem Leben so streng limitieren. Für mich ist die Sanduhr auf der Kanzel ein gutes Symbol, das mich mahnt, erinnert und zugleich auch beruhigt: Gott hat Zeit für mich, ich dürfte mir ruhig auch Zeit nehmen für Gott, aber auch für den Mitmenschen… gerade in der Adventszeit.

Pfr. Árpád Ferencz

 

Aktuell:

 

 Ein Geschenk der reformierten und katholischen Kirchen:

DER ANDERE ADVENTSKALENDER- mit Gedanken von Jugendlichen für jeden Tag.

Weitere Informationen unter   http://www.smas.ch

 

 

 

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